Texte, Bilder, Videos: Es gelten bald strenge Regeln für KI-generierte Inhalte. So erfüllst du die KI-Kennzeichnungspflichten und vermeidest damit hohe Bußgelder.
Übersicht
Halte dich an die KI-Vorgaben!
Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben. Und die Technologie verändert gerade massiv unsere Welt – im Positiven wie auch im Negativen. Daher gibt es neue Regeln. Im August 2026 geht der EU AI Act, auch bekannt als KI-Verordnung, in die nächste Runde. Spätestens ab dann müssen bestimmte KI-Inhalte gekennzeichnet werden.
Was bedeutet das konkret für dich als Privatperson, Content-Creator oder Unternehmer? Was galt bisher? Was ändert sich? Und wie kannst du dich jetzt vorbereiten, um keine bösen Überraschungen zu erleben? Die Antworten erhältst du in diesem Leitfaden.
Welche KI-Regelungen galten bisher?
Der EU AI Act ist seit 2025 gültig und wird schrittweise ausgerollt. Ab Mitte 2026 legt der Gesetzgeber eine härtere Gangart ein. Bis dahin gibt es bereits ein paar Regeln, die du kennen solltest. Zum Beispiel diese:
Social Media
TikTok, YouTube und Meta (Facebook/Instagram) haben schon eigene Richtlinien für KI-generierte Inhalte eingeführt. Wer dort realistische KI-Inhalte postet, muss diese jetzt kennzeichnen. Tust du das nicht, riskierst du, dass die Plattform die Inhalte entfernt oder deinen Account sperrt.
UWG
In Deutschland wird schon länger das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) angewendet, um Nutzer vor Täuschung zu schützen. Das bedeutet: Wer mit KI-Inhalten bewusst in die Irre führt – etwa durch gefälschte Bewertungen, manipulierte Produktbilder oder Deepfakes –, kann abgemahnt oder verklagt werden. Daher ist KI-generierter Content im Business-Bereich oft kennzeichnungspflichtig.
KI-Kennzeichnung: Was ändert sich ab August 2026?
Ab dem 2. August gelten strengere Transparenzpflichten für fast alle KI-Inhalte. Die neuen Regeln des EU AI Act betreffen
➡ Privatpersonen, bspw. Social-Media-Nutzer
➡ Content-Creator, bspw. Blogger und Influencer
➡ Unternehmen jeder Art
Die Betroffenen müssen diesen Content kennzeichnen:
Deepfakes & realistische synthetische Inhalte
Der EU AI Act zielt besonders auf Inhalte ab, die so realistisch sind, dass Nutzer sie für echt halten könnten. Dazu gehören:
🛑 Fake-Videos, in denen Personen Dinge sagen oder tun, die sie nie gesagt oder getan haben
🛑 KI-generierte Bilder, die echte Menschen, Orte oder Ereignisse darstellen
🛑 Synthetische Stimmen, die reale Personen täuschend echt imitieren
KI-generierte Texte von öffentlichem Interesse
Auch Texte, die mit KI erstellt wurden und die Öffentlichkeit informieren, sollten gekennzeichnet sein. Das betrifft:
🛑 Blogartikel über politische Themen
🛑 Social-Media-Posts zu wirtschaftlichen Entwicklungen
🛑 Newsletter oder Beiträge, die die öffentliche Meinungsbildung beeinflussen
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Wann darf man die KI-Kennzeichnung weglassen?
Es wäre zwar sinnvoll, jeden Inhalt, der mit einer Künstlichen Intelligenz erzeugt wurde, deutlich zu markieren. Doch die KI-Verordnung bzw. der EU AI Act sieht einige Ausnahmen vor. Dazu gehören:
✅ Privater oder interner Gebrauch: Wenn du KI-Content nur für dich oder dein Team erstellst
✅ Unrealistische Inhalte wie Fantasy-Kunst oder offensichtlich bearbeitete Fotos
✅ Einfache, KI-gestützte Korrekturen, beispielsweise bei der Rechtschreibung
✅ Menschlich überprüfte Inhalte, für die jemand die Verantwortung übernimmt
Das heißt, du kannst einen Blogartikel zu aktuellen politischen Entscheidungen von einem KI-Tool schreiben lassen. Vor der Publikation überarbeitest du den Text jedoch und veröffentlichst ihn unter deinem Namen. Dann fällt dieser Beitrag nicht unter die KI-Kennzeichnungspflicht.
Verstöße gegen die KI-Kennzeichnungspflicht: Die Konsequenzen?
Was passiert, wenn du dich nicht an die europaweit gültige Rechtsprechung hältst? Das könnte unter Umständen diese Folgen haben:
🚫 Sperrung deiner Accounts auf Plattformen wie LinkedIn, YouTube oder Instagram
📉 Reputationsschäden, weil deine Kunden und Freunde das Vertrauen verlieren
💰 Bußgelder von bis zu 15 Millionen Euro oder 3% des Firmen-Jahresumsatzes
Was kannst du tun, um vorbereitet zu sein?
Der EU AI Act ist kein KI-Verbot, sondern ein Rahmenwerk, das den verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz fördern soll! Das Ziel ist es, Desinformationen und Verbrauchertäuschung zu verhindern.
Das Gute: Du kannst schon heute die strengere KI-Kennzeichnungspflicht erfüllen, dann fällt dir der “Übergang” nicht so schwer. Das gelingt dir folgendermaßen:
Als Privatperson
🔷 Informiere dich über die KI-Richtlinien der Plattformen, auf denen du aktiv bist
🔷 Facebook, YouTube & Co. bieten Funktionen zur KI-Kennzeichnung an – nutze sie!
🔷 Kennzeichne deine Inhalte mit Hinweisen wie „Dieses Bild wurde mit KI erstellt“
🔷 Verwende KI-Tools, die automatisch spezielle Infos einbetten (C2PA-Wasserzeichen)
Als Freelancer oder Unternehmen
🔷 Wende die gerade genannten, privaten Tipps zur KI-Kennzeichnung an
🔷 Erstelle eine Übersicht aller KI-generierten Inhalte in deinem Unternehmen
🔷 Sorge dafür, dass die KI-Inhalte maschinenlesbar gekennzeichnet sind
🔷 Führe eine redaktionelle Kontrolle ein, um die Qualität des Outputs zu verbessern
🔷 Sorge dafür, dass du und dein Team sich bestens mit KI-Anwendungen auskennen
Fazit
Eigentlich sind die Vorgaben des EU AI Act ganz einfach zu verstehen, auch wenn sie zuerst kompliziert klingen. Frage dich einfach immer wieder: “Könnte jemand denken, dieser KI-generierte Content sei echt?“ Wenn die Antwort „Ja“ lautet, dann sorge für eine Kennzeichnung. Das schafft Vertrauen und vermeidet Ärger.
Als Unternehmer kann es sinnvoll sein, sich Rechtsbeistand zu holen. Denn die KI-Verordnung, das Medienrecht und Regularien wie das UWG sind ein Minenfeld. Benötigst du solch eine Unterstützung? Wende dich an das KI-Känguru-Team! Wir helfen dir gerne bei der Suche nach einem passenden Experten.
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Jürgen aka „KI Känguru“ liebt ChatGPT und andere KI-Tools. Deshalb hilft er Einsteigern gerne mit praktischen Tipps, indem er Ratgeber schreibt und Schulungen gibt. Außerdem arbeitet Jürgen als Marketing-Experte und Fachautor für Digitalisierung & Gründerbusiness.
